Ikebana – Japanische Blumenkunst

„Menschen ohne hoch entwickelte Sinne und Sensibilitäten können keine gute Kunst schaffen. Obgleich alle Kunst aus der Natur geboren ist, müssen Künstler die Natur überwinden und sich selbst ausdrücken.”

Teshigahara, Sofu

Ikebana ist eine alte japanische Kunst des Gestaltens mit pflanzlichem Material. Sie basiert auf dem, in der japanischen Kultur tief verwurzelten, Respekt vor der Natur. Wie die Teezeremonie, die Kaligraphie oder die Haiku-Dichtung, baut Ikebana als japanische Kunstform auf einer Lebensphilosophie – einem Do – auf.

Im Westen wird Ikebana oft als reine Floristik-Form missverstanden. Durch die Kreation eines Arrangements stärkt sich jedoch die Beziehung des Menschen zur Natur. Die Japanische Blumenkunst Ikebana lehrt uns weiterhin, Dinge aus anderen Perspektiven zu betrachten und ist eine Form des persönlichen Ausdrucks.

Ikebana kann übersetzt werden mit „Lebendige Blumen zu ihrer eigentlichen Gestalt bringen“. Das Wort selbst besteht aus zwei Teilen, ike und hana. Hana oder bana bedeutet „Blume“ oder „Pflanze“. Ike kommt von den drei Verben ikeru, ikiru und ikasu mit ihren Bedeutungen „Pflanzen aufstellen und arrangieren“, „leben“ und „das Leben klarer machen“.

Im Ikebana können Naturverbundenheit, Entspannung und Kreation gemeinsam Neues erschaffen. Ikebana bietet die Möglichkeit, sich aus dem Alltag zurückzuziehen, um zu meditieren oder einfach nur Freude an der Gestaltung zu haben.

Ikebana: „Lebendige Blumen zu ihrer eigentlichen Gestalt bringen“

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