kodomo no hi – Japanischer Tag der Kinder

Inzwischen für Buben und Mädchen

Am 5. Mai wird in Japan der Tag der Kinder, kodomo no hi, gefeiert, um allen Kindern Glück und Gesundheit zu wünschen. Ursprünglich wurde dieser Festtag als Knabenfest, tango no sekku, gefeiert, entsprechend dem Mädchenfest am 3. März.

kodomo no hi

Karpfen-Fahnen im Wind

Zum Knabenfest befestigen Haushalte im Freien Karpfen-Fahnen, koi no bori. Ihre Anzahl, Farbe und Größe unterliegen strengen Regeln je nach Geschlecht und Rang der einzelnen Familienmitglieder. Ursprünglich wurden für die Mädchen keine Karpfen-Wimpel befestigt, was moderne japanische Familien heute tun. Mit dem Koi verbinden Japaner Kraft, Ausdauer, Stärke und Lebensfreude, da er zu den wenigen Fischen gehört, die stark genug sind flussaufwärts zu schwimmen und Wasserfälle zu überwinden.
Wenn Sie zum Kinderfest am 5. Mai 2016 noch nichts vorhaben, besuchen Sie doch den Japanischen Garten in Bad Langensalza zum Japanischen Kinderfest – Informationen. Es ist ein wunderschöner Ort und immer einen Ausflug wert.

kodomo no hi

Japanische Familie bestelt Karpfen

Iris und Schwertlilie

Nach dem Kaiserlichen Hofkalender fand am selben Tag das Irisfest statt, um mit dem Schmuck von Irisblättern und Beifußzweigen die bösen Geister zu vertreiben. Deshalb gestalten viele Ikebana-Schulen noch heute Arrangements mit Iris bzw. Schwertlilien zum Tag der Kinder. In Ikebana-Arrangements spielen die Blätter der Schwertlilie mit ihrer schwertähnlichen Form eine bedeutende Rolle. Die Schwertlilie ist in Japan Glückssymbol und Zeichen von Stärke und Ausdauer. Das „ideale“ Ikebana besteht nur aus Blättern und Blüten der Schwertlilie, die auf eine spezifische Weise zusammengebaut bzw. gestellt werden. Alternativ kommen Pflanzen-Materialien zum Einsatz, die geradlinig und aufwärts strebend sind und daher nah an diese Symbolik heran reichen.
Von großer Bekanntheit ist in Japan auch das Suigo Itako Iris-Fest. An den Ufern der Wasserläufe rund um die Stadt Itako blühen ab Ende Mai rund 500 verschiedene Arten von violetten, gelben und weißen Schwertlilien – insgesamt sollen es rund eine Million sein. Die in der schwülen Regenzeit von Regentropfen benetzten Blüten der Lilien bilden einen erfrischenden Anblick und haben japanische Künstler unterschiedlicher Epochen inspiriert. Sie dienen noch heute als Vorbild für Ikebana-Arrangements mit Schwertlilien.

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